Montag, 12. Juni 2017

Rancid – Trouble Maker (Epitaph)

Ein neues Album von Rancid – es gab Zeiten, da sorgte diese News für euphorische Begeisterung, mittlerweile bei den meisten wohl eher „nur“ noch für freudige Erwartung. Aber die Herren Armstrong und Co liefern – „Trouble Maker“ ist wahrscheinlich ihr bestes Album seit vielen, vielen Jahren; einfach, weil sich Vielseitigkeit und Hit-Dichte hier so gut die Waage halten wie schon lange nicht mehr.


Der Opener etwa rotzt und wütet in unter einer Minute, „Ghost Of A Chance“ setzt auf die simple Melodie, das wunderbare „Telegraph Avenue“ dann auf den ganz typischen Rancid-Melancholie-meets-Chorus-Stil. Und so bunt geht es weiter, vom tanzbaren Offbeat-Hit „Where I’m Going“, dem Bar-Stampfer „Farewell Lola Blue“ und der tollen Streetpunk-Hymne „I Got Them Blues Again“ zum Psychobilly-artigen „Cold Cold Blood“.


Bei satten 19 Songs sind zwar auch ein paar eher maue Nummern dabei – ein zweites „...and out come the wolves“ wird es eben nicht geben. Trotzdem ist das Qualitäts-Niveau hoch und die vorzeigbaren Hymnen zahlreicher als erwartet. Kein langweiliges Spät-Werk also, sondern ein (überraschend?) gutes Punkrock-Album.


1 Kommentar:

  1. Mir gefällt die Platte auch sehr, schade finde ich nur die etwas lieblose Aufmachung: Keine Texte, Kein Booklet keine Bandfotos. Schade.

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