Dienstag, 18. April 2017

Falling in Reverse – Coming Home (Epitaph)

Ronnie Radke ist mit einem neuen Album seiner Band am Start, und auch diesmal wird sich nicht viel am Status eines der umstrittenstem Frontmänner im weiten Punk-Emo-Rock-Umfeld ändern – die ganz eigene Attitüde und unverhohlene Großkotzigkeit zeichnet ihn weiter aus, ebenso aber auch wie sein Händchen für verdammt eingängige Melodien. Der ehemalige Escape The Fate-Chef weiß weiterhin, wie sich Hymnen fürs Stadion anhören müssen - nur leider fehlt es erneut an Texten, die es auch verdient hätten von Millionen mitgesungen zu werden.



Musikalisch ist „Coming Home“ runder ausgefallen als die Vorgänger; es gibt weniger Screams, aber auch weniger Raps, die Stücke fokussieren mehr auf den klassischen Rocksound und pendeln dabei zwischen Pop-Punk inklusive eindeutiger Blink182-Anleihen, aber eben auch den gewohnt dick aufgetragenen, aber sehr poppigen Emo-Rockern wie „Superhero“, die musikalisch nicht viel, lyrisch aber einiges vermissen lassen. Das wird Fans trotzdem erneut gefallen und wahrscheinlich auch neue Hörer hinzugewinnen, da die Platte homogener und mehr aus einem Guss wirkt. Wer Radkes Art in der Vergangenheit nicht mochte, findet aber auch 2017 kaum Argumente seine Meinung zu ändern.


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