Mittwoch, 25. Januar 2017

AFI – The Blood Album

AFI haben über die Jahre und ihre zahlreichen Alben diverse stilistische Veränderungen durchlebt – von den frühen krachigen Punk-Tagen über die Emo-lastigeren Momente bis hin zum Synthie- und Pop-Sound wurde immer wieder für Variation und Erneuerung gesorgt. Nicht immer mit positivem Ergebnis, wie wahrscheinlich viele frühe Hörer konstatieren werden – und The Blood Album wird zweifellos nicht dazu beitragen, diese Leute umzustimmen.



Man ist in sehr seichten Gewässern unterwegs, es gibt viel Wave und Elektronik, viel nachdenkliches, aber noch mehr glattes. Ein Stück wie „White Offerings“ ist eingängig und energetisch zugleich, und lässt an gute Decemberunderground-Momente denken. Auch „Hidden Knives“ kann mit seinem zappeligen Indie-Emo-Sound überzeugen. Dann sind da aber auch Songs wie „Aurelia“, die an Beliebigkeit kaum zu überbieten sind – glatt, beliebig, ohne jeglichen Haken, der sich in Kopf oder Ohr festbeißen könnte. Manch Chart-tauglicher Einschub ist sicherlich vorhanden – in der Band-Discographie dürfte sich dieses Album trotzdem kaum auf den vorderen Plätzen einfinden.


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