Mittwoch, 9. November 2016

Purified Black – Elvis Didn’t Do No Drugs (Motor)

Wer schreibt denn solche Promo-Texte? „Ihre musikalischen Wurzeln verorten Purified Black  irgendwo zwischen Iron Maiden und Otis Redding, zwischen Muddy Waters und Muse, zwischen Rage Against The Machine und Jeff Buckley“. Das kann doch nur zu Irritationen und Enttäuschungen führen. Denn natürlich klingt „Elvis Didn’t Do No Drugs“ nicht wie ein Mix aus diesen Bands – wobei es auch fraglich ist, ob das eine gute Idee wäre.



Man wechselt zwar auch mal zwischen laut und leise, in metallische Regionen von Iron Maiden geht das aber nie. Auch den Crossover von RATM sucht man vergeblich, am ehesten lässt das Ganze dann noch an Muse denken – weil man Pathos ebenso schätzt wie große Rock-Momente, anspruchsvolles Gitarrenspiel wie druckvolle Refrains, sich ins Bombastische steigernde Passagen genauso wie zackige Ausbrüche.  Das ergibt ein interessantes Rockalbum mit einigen sehr atmosphärischen Situationen – dem aber auch nach mehreren Durchgängen die richtig großen und einprägsamen Momente fehlen.


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