Dienstag, 6. September 2016

Any Given Day – Everlasting (Redfield)

Erfolgreiche Cover-Versionen sind Segen und Fluch zugleich – die Neuinterpretation von „Diamonds“ brachte Any Given Day einige Aufmerksamkeit, gleichzeitig wurde die Band dadurch natürlich für viele zu „diese Gruppe mit dem Rihanna-Cover“. Mit Album Nummer Zwei namens „Everlasting“ versucht man jetzt, deutlichere Spuren zu hinterlassen – und ist damit zumindest teilweise erfolgreich.


Rein technisch hat die Band jedenfalls massiv dazu gelernt – die Kompositionen sind ausgefeilt, der Gesang dringt immer mehr in so Stadion-füllende Bereiche vor, wie man sie sonst von Killswitch Engage und Konsorten kennt. Auch der Gastauftritt von Matthew Heafy passt da natürlich bestens ins Bild – wer Trivium mag, wird auch Any Given Day einiges abgewinnen können.


Andererseits lässt die Scheibe ein bisschen Spontaneität vermissen – vieles klingt perfekt durchdacht, aber eben ein bisschen zu sehr nach Reißbrett und manchmal eben auch ein wenig zu kantenlos. Eine Daseinsberechtigung hat die Scheibe natürlich trotzdem - auf dem Niveau bewegen sich in diesem Genre hierzulande nicht viele Bands.




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