Montag, 2. Mai 2016

William’s Orbit – Once (Motor)

„Wir selbst sehen uns schlicht als „Indie Rock-Band”, die Harmonien mit Ecken und Kanten produziert. Von Anfang an war die musikalische Ausrichtung klar - gerne eingängig, aber niemals angepasst.” So beschreibt Gitarrist Michael den Sound seiner Band William’s Orbit – und trifft nicht so wirklich ins Schwarze. „Ecken und Kanten“ ist so ziemlich das letzte, woran man beim Hören von „Once“ denkt – die Platte ist nämlich durch und durch sehr eingängig, sehr schwelgend, sehr glatt. Was ja per se nichts schlechtes sein muss.


Immerhin hat die Weidener Band schließlich auch schon einiges dafür getan, eine gewisse Bekanntheit zu erzielen – 100 Auftritte in den letzten zwei Jahren, dann beim „Newcomer Contest Bayern" von einer Fachjury zur Band des Jahres gewählt; die Jungs können schon was. Das liegt sicherlich auch ein bisschen an Produzent Tobias Siebert  (u.a. Virginia Jetzt!, Slut, Philipp Boa & The Voodoo Club), der der Band einen sehr warmen, wattigen, manchmal auch etwas pathetisch-breiten Sound verleiht.


Das Ergebnis erinnert an viele schwelgende Pop-Bands, hat mal was von Keane, dann auch was von den eingängigen Momenten von Slut. Die Atmosphäre ist dicht und stimmig, die Songs eingängig – manchmal fehlen eben nur ein paar Ecken und Kanten, um aus dem Grundtenor etwas auszubrechen.


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