Montag, 23. Mai 2016

Captain Planet - Ein Ende (Zeitstrafe)

„Weiter, bis die Stimme aufgibt....bis uns nicht mehr hier hält“ – auch auf ihrem neuen Album schaffen es Captain Planet wieder, wie nicht viele andere deutschsprachige Bands, dieses Gefühl aus Rastlosigkeit, Unzufriedenheit, aber eben auch Wut, Umtriebigkeit, den Willen zur Aktion auszudrücken.


Anders machen sie diesmal eigentlich kaum was, im Gegenteil: „Ein Ende“ ist ein typisches Captain Planet-Album – mehr vom gleichen, weniger Ablenkung, kaum extreme Ausschläge. Homogen kann man das auch nennen, würde das Wort nicht so gleichgültig klingen. Und Gleichgültigkeit ist wohl das letzte, das man dieser Band vorwerfen sollte: Es schrammelt und kratzt, drängt und rockt wie eh und je, noch mehr auf den Punkt, intensiv und trotzdem immer eingängig.


Und auch Hit-tauglich, manchmal sofort, manchmal mit gewohnter Verzögerung – man nehme etwa das Stück „Vom Ende An“, das vom Start weg ein Ohrwurm ist, oder einen Titel wie „Irgendwas“, der spätestens ab Durchgang 3 Klick macht. Und so dafür sorgt, dass die Halbwertszeit auch dieser Scheibe wieder gigantisch ist. Wie eigentlich immer bei dieser Band.




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