Montag, 22. Februar 2016

Cold Cold Hearts – Heartware (Gunner Records)

Beim ersten Lesen fand ich den Albumtitel „Heartware“ irgendwie plump und viel zu plakativ, beim ersten Durchlauf der Scheibe warf ich mein erstes Urteil dann komplett über Bord und stimmte in den tollen Chorus „This Is Heartware“ ein – so grandios und mitreißend wie diese Platte losgeht bleibt kaum Zeit, sich über Wortspiele zu ärgern. Zumal insbesondere der Album-Opener so verdammt angenehm an As Friends Rust erinnert, das man fast vermeint, Damien und Co wären nochmal jung und richtig gut.



Auch danach bleibt diese Band aus dem Saarland (!) beeindruckend mitreißend: Irgendwo zwischen eingängigen Melodien, gelegentlichen Aggro-Attacken und ganz viel Herzblut landet man ein schroffes Kleinod nach dem anderen. Das hier ist zwar noch nicht perfekt, aber dadurch auch nicht zu Tode geschliffen: „Heartware“ kann Hot Water Music genauso wie die Foo Fighters, bleibt auch in den poppigsten Momenten angenehm rotzig, kann trotz Melancholie-Pathos auch dreckige Wut. Schönes, spannendes Debüt, das live sicher nochmal eine Ecke mehr kickt.


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