Donnerstag, 18. Februar 2016

Blackout Problems – Holy

Da sind sie wieder, die späten Neunziger. Die Zeit also, in der so viele großartige Emo-Pop-Punk-Bands die Szene bestimmten, die Grenzen zwischen Pathos, Melodie, Alternative und Indie fließend waren. Was nicht heißen soll, dass Blackout Problems altbacken klingen – ihre neue Scheibe „Holy“ erinnert eben nur stark an Zeiten, die schon ein paar Jährchen vorbei sind.


Das klingt dann manchmal wie Blink182 auf Emo, die Donots im Pop-Modus, Juliana Theory im Stadion und Get Up Kids auf Breitwand-Pathos. Stücke wie „We Are Free“ setzen auf ein ebenso einfaches wie sich schnell einfräsendes Riff, „The Drive“ auf einen mitreißenden Refrain, „Boys Without A Home“ auf einen überraschenden Gastauftritt von Nathan Gray.


Manch einem mag das stellenweise zu zahm oder gar glatt sein, die Stücke sind aber eben immer noch alternativ genug, um nicht zu sehr nach Radiotauglichkeit zu schielen.  „Holy“ eckt nicht an, aber ist über weite Strecken – so simpel das klingt – einfach eine schöne, eingängige Rock-Scheibe.


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