Donnerstag, 1. Oktober 2015

The World is a Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die – Harmlessness (Epitaph)

Ein ebenso langer wie toller Bandname, konstante Wechsel bei LineUp und stilistischer Ausrichtung, euphorische Kritiker-Reviews und eine beständig wachsende Fanschar: Bei The World is a Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die war die letzten Jahre eigentlich immer was los.

Mit „Harmlessness“ dürfte die Band die nächste Stufe zünden: Was man hier an wunderschönen, vielschichtigen und verträumten Momenten versammelt hat, wird mit Sicherheit noch deutlich mehr Leute in den Bann der Gruppe ziehen – zumal hier spielerisch die Grenzen zwischen Emo, Indie und Pop eingerissen und mit viel Melodie, Herzschmerz und Melancholie, Streicher-Pathos und orchestralem Überschwang wieder zusammengeschweißt werden.



Der Opener „You Can’t Live There Forever“ beginnt mit sanften Simon&Garfunkel-Riffs und geht dann zu einem schwelgenden Indie-Song mit verträumten UhUh-Chören über. Im fantastischen „January 10th, 2014“ leben die Neunziger und der Herzschmerz-Emo wieder auf – das Stück kann alles, von Get Up Kids über The Anniversary bis zum Deep Elm-Katalog und betört ebenso wie es fasziniert. „The Word Lisa“ hat dann noch etwas mehr Drive und ein leichtes Pop-Punk-Feeling, ebenso wie das gut gelaunte „Ra Patera Dance“ – man beherrscht traumwandlerisch sicher diese Momente mit purer Lebensfreude bei gleichzeitig dicken Tränen im Auge. Einfach nur schön.


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