Freitag, 16. Oktober 2015

The Garden – HaHa (Epitaph)

Wer es gerne ungewöhnlich mag, dürfte The Garden lieben – das Zwillings-Duo ist zwar erst seit ein paar Jahren aktiv, hat in der Zeit aber bereits ein vielbeachtetes Debütalbum veröffentlicht, diverse Stil-Grenzen eingerissen und eine Fanschar vom Garagen-Punker bis zum Großstadt-Hipster versammelt. Mit Platte Nummer 2 ist man jetzt bei Epitaph untergekommen – und es gibt gute Gründe, warum die Scheibe schlicht und passend „HaHa“ genannt wurde.


Die Brüder bleiben ihrem Genreschubladen-verachtenden Stil nämlich treu, sind aber noch etwas vielfältiger, aber auch Massen-kompatibler geworden. Die Bandbreite reicht vom scheppernden Rock zum eingängigen Pop, von Elektro-Fläche zu Beat-lastigen HipHop-Momenten. Da zelebriert man etwa im Titelsong wunderschönsten, einfachen und sofort ins Ohr gehenden Pop-Punk, um dann bei „I Guess We’ll Never Know“ relaxten Sommer-Rap einzustreuen.


Wer Vergleiche braucht, kann angefangen bei The Hives über Art Brut bis zu Alec Empire oder Weezer – und The Garden vollbringend as Kunststück, zwar wild umherzuspringen, jeden Song für sich aber dennoch ganz klassisch, kompakt und eben nicht übertrioeben verkünstelt, sondern einfach gut klingen zu lassen. „HaHa“ macht einfach Spaß – und das tatsächlich über die volle Länge von 17 Songs.


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