Donnerstag, 29. Oktober 2015

Steakknife – One Eyed Bomb (Rookie)

Ein Anwärter für den Fleiß-Preis ist Lee Hollis wahrlich nicht, immerhin sind seit dem letzten Steakknife-Album satte acht Jahre vergangen. Den Fans der Band  – und vor allem für die ist „One Eyed Bomb“ relevant, denn so viele neue Anhänger wird die Band mit ihrem Old-School-Sound wohl leider nicht mehr einsammeln – kann das aber im Grunde egal sein: Hollis und Co klingen auch nach langer Pause genauso, wie man es erwarten konnte – wütend, rotzig, mal schnell und heftig, mal im Midtempo und kratzbürstig.


Die Texte sind gewohnt smart und direkt, die Stimme mehr denn je auf den Spuren von Jello Biafra – Hollis wird diesen schon früher oft geäußerten Vergleich anno 2015 wahrscheinlich noch häufiger zu hören bekommen als je zuvor. Insbesondere, da die Parallelen auch musikalisch zu deutlich sind – Steakknife sind schon so etwas wie die Reinkarnation der Dead Kennedys.


Ähnlichkeiten zu den Spermbirds sind – wen wundert es – natürlich ebenso unbestreitbar, im Grunde ist aber einfach schön zu sehen, wie würdevoll diese Kapelle altert – ohne sich neu zu erfinden, aber eben auch ohne wie ein fader Schatten der eigenen Vergangenheit zu wirken.


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