Dienstag, 28. April 2015

Siberian Meat Grinder - s/t (Destiny)

Die Überraschung des Monats kommt aus Russland: Die wenigsten dürften wohl schon mal was von Siberian Meat Grinder gehört haben, auch wenn die Band aus diversen Mitgliedern anderer russischer Bands wie Moscow Death Brigade oder What We Feel besteht. Was die sechsköpfige Gruppe da auf ihrem Debütalbum fabritziert, dürfte aber jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, der ein Herz für schnelle, harte und trotzdem eingängige Musik hat.



Klar, das Wörtchen Grind ist schon im Bandnamen, spielt also durchaus eine Rolle. Hardcore aber ebenso, Punk natürlich, und Metal auch. Siberian Meat Grinder haben viel Spaß daran, dem Hörer zunächst den radikalen Black Flag-Stil um die Ohren zu hauen, um im nächsten Moment DRI und Exodus zu zitieren. sie haben aber auch ein ganz großes Herz für Melodien: Man höre etwa die Hymne "Still In The Game" - da gibt es zwar auch zunächst die klassische Old-School-Moshpit-Einladung oder eine kurzen Ausflug in Richtung Black Metal, vor allem aber einen grandiosen hymnischen Refrain, zum Mitbrüllen, Mitsingen, Mitfeiern.

Bei "Chainsaw In The Dark" beginnt man auch mal mit einem Stoner-Riff, an anderer Stelle werden Rap und Crossover genutzt - Sucidal Tendencies lassen grüßen. Allen zehn Songs - plus einem gemeinsamen Stück mit Distemper - ist aber gemeinsam, dass sie unfassbar viel Spielfreude versprühen. Siberian Meat Grinder sind keine von diesen typischen "Alles-in-Grund-und-Boden"-Schnetzlern, sondern sie zelebrieren eben immer auch die ganz große Punkrock-Hymne. Eingängiger Krach in seiner abwechslungsreichsten und miteißendsten Form.



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