Samstag, 18. April 2015

Fearless Vampire Killers - Unbreakable Hearts (Goremount)

Man stelle sich vor, es gäbe einen Wettbewerb namens "Schreibe einen Song für die Verfilmung von "Der Kleine Vampir"", und teilnehmen würden nacheinander My Chemical Romance, Fall Out Boy und Panic! At The Disco - das Ergebnis klänge in etwa so, wie das, was uns die Londoner Fearless Vampire Killers auf ihrem neuen Album auftischen. Ein Fudament aus Punk und Metal, das aber durch viel Melodie, Pop und Stadion-Bombast kaschiert wird, sich im Gegenzug aber kräftig schwarze Farbe ins Haar schmiert und viel Mascara aufträgt.

Klingt wie ein Verriss? Ist es aber eigentlich gar nicht. Sicher, "Unbreakable Hearts" ist zu keiner Sekunde aufregend, spannend oder unvorhersehbar. Zudem dürfte es angesichts der vermeintlich aggressiven Optik von Bandmitgliedern und Artwork ruhig auch mal härter zugehen wie im etwa zackigeren Einstieg von "Edge Of Eternity" - stattdessen bekommt man in einem Stück wie "Exploding Heart Disorder" etwa ein Intro, das auch Meat Loaf gefallen würde.

Aber die Band findet so tatsächlich irgendwie ihre eigene Nische, zitiert Pop-Punk genauso wie Hairspray-Metal und Dicke-Hose-Rock aus dem Stadion, und vergisst zudem nie die Melodie - was dafür sorgt, dass sich durchaus einige echte Ohrwürmer auf der Scheibe finden, die zudem nie zu einfach ins Strophe-Refrain-Schema verfallen, sondern auch kompositorisch einiges zu bieten haben; was die eingangs erwähnten MCR- und PATD-Vergleiche nochmals unterstreicht. Macht schon Sinn, dass die Fanschar der Band vor allem in Großbritannien bereits sehr groß und sehr anhänglich ist.


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