Montag, 27. Oktober 2014

The Boys - Punk Rock Menopause (Wolverine)

Zu behaupten, dass auf ein neues Lebenszeichen von The Boys noch viele gewartet haben, käme wohl einer Lüge gleich - wenn eine Band ihr letztes Album 1981 veröffentlicht hat, rechnet 2014 wohl kaum noch jemand mit einer Rückkehr. Die 1976 in London geründete Formation, die vielen hierzulande wohl eher durch die Toten Hosen bekannt ist - dank gemeinsamer Shows, Cover-Versionen und Vom Ritchie, der einst bei The Boys trommelte - hat sich aber tatsächlich in Urbesetzung (also ohne Vom Ritchie) neu zusammen gefunden und bringt mit "Punk Rock Menopause" jetzt 13 neue Songs. Und wer sich einst für die Jungs begeisterte, wird auch diesmal seinen Spaß haben.



Eine Modernisierung des Klangs muss nämlich niemand erwarten; The Boys klingen 2014 nicht viel anders als in den späten Siebzigern. Die Vorbilder sind also die altbekannten: Ramones, Undertones und Beach Boys. Will sagen: 13 mal gibt es recht zahmen, nicht wirklich punkigen, aber höchst eingängigen Power-Pop, der mal etwas schnulziger, mal etwas zackiger gespielt wird, aber fast immer auf viel Zucker, einfache und ironische Texte und viel Gute Laune setzt.

Nichts wirklich aufregendes. Aber angesichts des gehobenen Alters der Musiker schön zu sehen, dass man nach so vielen Jahren auch zurück kommen kann ohne das eigene Erbe durch peinliche und unnötige Aktionen in den Sand zu setzen.


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