Mittwoch, 1. Oktober 2014

Steve From England - Departed

Viel rosa auf dem Cover, aber gewohnt viel Dunkelheit in der Musik - man sollte nicht vom Artwork auf einen eventuell positiveren Sound der Hannoveraner schließen. Wobei Steve From England zweifellos eine spürbare Entwicklung durchgemacht haben: Es gibt mehr Zwischentöne, mehr Atmosphäre, auch etwas mehr Melancholie und Melodie im immer noch das Grundgerüst bildenden Hardcore.



Der Gesang ist zwar gewohnt aggressiv und manisch, ein Stück wie "Path Of Last Resistance" hält sich bei Riffs und Tempo aber auch mal angenehm zurück, um so zusätzliche Dynamik zu entfachen, "Allegiance" zieht einen tief ins Postcore-Universum - man merkt, dass Bands wie Defeater einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Weiterentwicklung der Band gehabt haben. Wobei auch weiter straigt gerockt werden darf: "Never Say Die!" poltert oldschoolig aus den Boxen, hat schöne Breaks und viel Energie zu bieten, ein Song wie "Hedera" hingegen gibt sich komplex und chaotisch, um zum Ende hindann doch einen majetsätischen Lärm-berg abzutragen.

Über mangelnde Abwechslung braucht sich also niemand beklagen, "Departed" ist ein vielseitiges, immer wieder überraschendes und über weite Strecken auch wirklich gutes (Post-)Hardcore-Album geworden - das Steve From England endgültig als eine der vielversprechenderen Genre-Bands aus Deutschland etablieren dürfte.

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