Donnerstag, 23. Oktober 2014

Nick Oliveri's Uncontrollable - "Leave Me Alone" (Schnitzel Records/Rough Trade)

Bei einer Wahl zum sympathischsten Musiker des Jahres hätte Nick Oliveri sicher nicht gerade die besten Chancen - das ehemalige Kyuss- und Queens Of The Stone Age-Mitglied hat bekanntlich den Ruf, irgendwas auf der Skala zwischen "schwierig" und "unausstehlich" zu sein, mit deutlichem Hang zu letzterem. Gute Songs schreiben kann er allerdings zweifellos, auch wenn ihm das in den letzten jahren immer nur sporadisch gelungen ist.



Mit seinem neuen Projekt Nick Oliveri's Uncontrollable nimmt er einen neuerlichen Anlauf, wobei - der Name ist Programm - das Ganze größtenteils eine Solo-Geschichte ist, bei der er eben singt und auch für die Musik zuständig ist. Allerdings gibt es einige Gastauftritte: Phil Campbell (MOTORHEAD), Dean Ween (a.k.a. Mickey Moist) oder Marc Diamond (THE DWARVES) dürfen beispielswiese mitwirken. Was da am Ende bei rauskommt, dürfte Anhängern von Oliveris Schaffen durchaus bekannt vorkommen, insbesondere Mondo Generator klangen ähnlich - wobei Oliveri hier doch eine Spur homogener, klarer und wneiger experimentell vorgeht.

Krude Zwischenklänge, Spielereien oder ein bisschen Gestöhne gibt es zwar auch hier, über weite Strecken ist die Scheibe aber fast schon klassischer, schrammliger Garage-Punk-Rock - der manchmal richtig toll ist. "Come And You're Gone" etwa ist ein einprägsamer Hit, das zackige Eröffnungsstück "Human Cannonball Explodes" ist ebenfalls gelungen. Dazwischen gibt es allerdings leider auch eine Ganze Menge nicht wirklich einprägsames Mittelmaß - was bei gerade mal neun Songs dann schon ein bisschen enttäuschend ist. Eine wirkliche Rückkehr zu alter Stärke ist das hier also eher nicht. Aber zumindest mal ein ganz solides Lebenszeichen. Immerhin.

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