Freitag, 4. Juli 2014

Uke-Hunt - s/t (Fat Wreck)

UKE-HUNT ist das neueste Projekt von Spike Slawson, den die meisten wohl als Basser der Swingin Utters oder Sänger von Me First and the Gimme Gimmes kennen. Da eine Coverband wohl nicht genug ist, interpretiert er bei UKE HUNT nun mehr oder weniger bekannte alte Klassiker auf seiner Ukulele neu. Auch wenn mit z.B. Little Joe (Lagwagon, Ex-RKL/ Real McKenzies) am Bass weitere Punkrock Veteranen mit am Start sind, hat es musikalisch nicht viel damit zu tun. Das Tempo und der Vibe sind so, wie man es von einer Hawaiianischen Strandband erwarten würde, die einen unterhält während man im warmen Sand seinen Cocktail schlürft.



Handwerklich gibt es bei der Besetzung natürlich nichts zu meckern, die Frage die sich eher stellt ist eben: gefällt einem der Vibe/ Sound und die Songauswahl. Gerade mit letzterer habe ich persönlich aber meine Schwierigkeiten, denn zu wenige Songs sind wie z.B. „Enjoy the Silence“ von Depeche Mode zumindest mir bekannt, so dass man wirklich die unterschiedliche Interpretation würdigen kann. Man merkt, dass Spike mit dem Projekt bewusst etwas neues probieren will, auch wenn mir es besser gefallen hätte wenn sie sich bekanntere Hits vorgenommen hätten, wobei dann der Unterschied zu MFATGG sehr gering gewesen wäre und damit vielleicht auch die Existenzberechtigung für UKE HUNT.

Schwierig ein Schlusswort zu finden, denn die Platte ist alles andere als schlecht und ein netter Soundtrack für nen Sommertag, aber eben keine die groß hängen bleibt oder wirklich eine lange Lebenszeit besitzen dürfte.

Text: Kai Wydra

1 Kommentar:

  1. Hey, kann das sein dass dies seit langer Zeit wieder mal eine Review von Kai Wydra ist? Schön das du back bist. Ohne dich hätte ich viele Bands nicht entdeckt zB. Off with their Heads.

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