Donnerstag, 17. Juli 2014

Pennywise - Yesterdays (Epitaph)

Ein neues Pennywise-Album, und ich bin beim ersten Durchhören nicht sofort begeistert - keine Ahnung, ob mir das in meinen vielen Jahren als Fan schon mal passiert ist. Wobei "Yesterdays" allerdings auch nicht uneingeschränkt als neues Studiowerk durchgeht, auch wenn die Band es einfach mal als ihr elftes Studio-Album bezeichnet. Die Songs sind nämlich eine Rückkehr zu den Anfangstagen: Man hat 13 bisher größtenteils unveröffentlichte Stücke neu eingespielt, die ursprünglich schon in der Anfangsphase und noch unter Mitwirkung des verstorbenen Jason Matthew Thirsk  geschrieben wurden. So kommt es, dass vieles so klingt, als wäre es wirklich irgendwann zwischen Debüt und "About Time" entstanden.

Es klingt aber eben auch ein bisschen so, als hätten es diese Songs damals aus gutem Grund nicht auf die Alben geschafft, sondern wären eher Material für B-Seiten gewesen. Ausnahmen bestätigen die Regel: "Violence Never Ending" oder "I Need Time" etwa sind Hits, die fortan gerne ins Live-Programm mit aufgenommen werden dürfen. Vieles andere ist zwar typisch Pennywise, aber in punkto Hymnenhaftigkeit nicht auf dem gleichen Niveau, wie Pennywise sonst meist agieren.

Das erfreulichste an "Yesterdays" ist für mich persönlich somit die Rückkehr von Jim Lindberg ans Mikro. Das Album selbst hat eher Compilation- oder Raritäten-Charakter; Sammler und Fans können es sich problemlos ins Regal stellen, essentiell für die Discographie dieser herausragenden Band ist es aber sicherlich nicht.

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