Mittwoch, 26. März 2014

Hell & Back - Heartattack (Fond Of Life)

Da bringt eine Band aus Stuttgart ihr Debütalbum heraus, und im Presseinfo wird gleich mal ein Vergleich zu Hot Water Music und Iron Chic gezogen - ganz schön vermessen. Oder? Nach skeptischem Einstieg mit finsterer Miene hebt sich die Laune spätestens nach den ersten Songs wieder. Hell & Back sind nämlich zwar wirklich eine recht junge Band, die Mitglieder haben aber allesamt schon einige Erfahrung gesammelt. Songs schreiben können sie definitiv auch. Und ja, Hot Water Music wären mir wahrscheinlich auch so in den Kopf gekommen.

Gut, ganz auf einem Level agiert man noch nicht. Aber Songs wie der schöne Opener "Dormer" bringen diesen rauen, schroffen Gainesville-Sound schon sehr überzeugend rüber. Hell & Back haben aber noch andere Schwerpunkte, Songs wie "The Pre-Assembled Life" lassen nämlich den Skate-Punk der Neunziger hochleben, man nehme alle szwischen No Fun At All und No Use For A Name. Ein ganz bisschen melodische Hardcore-Kante findet sich auch, Stichwort: Lifetime. Und dann gibt es diesen Funken Melancholie, man denke an Dillinger 4.

Und überhaupt, wer so schöne, mitsingbare und trotzdem kratzig rockende Hymnen wie "Leave Behind" oder "Everlasting" fabriziert, darf sich auch mit den Großen messen. Jegliche Anfangs-Skepsis ist verflogen, und es belibt nur zu konstatieren: Tolles Debüt.


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