Dienstag, 28. Mai 2013

Rise Against - RPM10 (Fat Wreck)

Genau zehn Jahre liegt die Veröffentlichung von "Revolutions Per Minute" jetzt zurück - der Platte, die den beeindruckenden Siegeszug von Rise Against einst einleitete, der zuletzt gar in der Top-Platzierung der deutschen Charts mit dem Album "Endgame" gipfelte. Zwar gab es schon vorher tolle Songs von den Jungs - "The Unraveling" wurde auch schon von vielen abgefeiert. "Revolutions Per Minute" war aber die Scheibe, die erstmals den perfekten Hymnen-Sound der Band auf Tonträger bannte und mit Hits wie "Black Masks & Gasoline", "Like The Angel" oder "Heaven Knows" zeigte, wie gut diese Band irgendwo zwischen Aggression und Eingängigkeit wahnsinnige Ohrwürmer erschaffen kann.

Kollege Kai schrieb damals treffend: "Ziemlich gut haben sie auch die Mischung aus Melodie und Härte hinbekommen, denn obwohl die meisten Songs recht melodisch sind, haben sie trotzdem die nötige Power ,und die Ausbrüche in die härtere Region sind ebenfalls richtig gut gelungen." Und sein Fazit lautete: "Bleibt nur noch zu sagen: Anhören & Abfeiern!!!" Recht hatte er. Und hört man heute die Scheibe nochmal, wird man fast nostalgisch angesichts der direkten, dreckigen Produktion von Bill Stevenson, dem schroffen Rotz und dem punkigen Charme, den die Scheibe hat. Rise Against haben in den letzten Jahren zwar zweifellos größere Hits geschrieben - aber manchmal wäre es eben doch schön, nochmal so direkte und nicht immer bis zum Anschlag produzierte Brecher wie auf den letzten Scheiben zu hören.

"RPM10" ist aber ncht einfach nur eine Wiederauflage der alten Scheibe, sondern enthält zehn der Songs auch nochmal als Bonus-Demo-Tracks - was aber wirklich eher eine Sache für absolute Fans ist, die Spaß daran haben, kleine Unterschiede zum "Original" beim Text- oder etwa den Gitarrenspuren zu finden. Die Klasse der Platte bleibt aber auch so heute noch unbestritten, das hübsche Digipack ist ebenfalls gelungen - wer Rise Against erst in den letzten Jahren kennen und lieben gelernt hat, sollte hier zugreifen.

Kommentare:

  1. Wenn hier die große, vorausschauende, treffende, fantastische Reviewarbeit von Kollege Kai vorgestellt wird, dann sollte man nicht vergessen, dass er das Album "The Unraveling" mit dem folgenden Satz abschließend resümierte, obwohl da für viele Fat Fans nach der Sick of it all Support Tour schon feststand, dass hier eine besondere neue Band unterwegs ist:

    "The Unraveling" ist zwar kein schlechtes Album und weiß nach ein paar Durchgängen durchaus zu gefallen, aber trotzdem kann es nicht ganz aus der breiten Masse herausstechen und bleibt so "nur" guter Durchschnitt!

    Also bitte ein bißchen weniger Selbstbeweihräuscherug, DANKE

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  2. Kai war ja durchaus bewusst, dass er mit seinem Review zur Unraveling etwas daneben lag - er hat ja genug böse Post bekommen und das im damaligen Review auch selbstkritisch erwähnt. Und vorrausschauend war unsere Review-Arbeit ohnehin nicht - schon damals herrschte ja allgemein und eben nicht nur bei uns die Meinung in der Punkrock-Szene, dass diese Band wahnsinnig viel Klasse und Potenzial hat. Selbst beweihräuchern wollen wir uns also ganz bestimmt nicht - aber bei "alten" Platten kann es ja auch nicht schaden mal die alten Reviews rauszukramen.....

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  3. na dann gebe ich auch mal meinen senf ab.. Klingt für mich erstmal so als ob du eher nen generelles Problem mit uns oder mir hast...

    - zum einen will ich gar nicht mal Titos Worten zustimmen und sagen das ich daneben lag, denn Reviews waren und sind für mich immer schon die subjektive Meinung des Schreibers und ich habe meine damals bei The Unraveling wiedergegeben
    - Das man Platten erstmal gut findet und später nicht oder andersherum kommt immer wieder vor und in dem Fall fand ich sie mit den Monaten auch immer besser, ich würde aber noch genauso dazu stehen wenn ich damals geschrieben habe sie ist doof und eben immer noch so denke...
    - Die von dir angesprochene SOIA Support Tour war fast nen Jahr nach der Veröffentlichung/ meinem Review.. zu dem Zeitpunkt dachte ich auch schon ganz anders über die Platte (und selbst wenn nicht wäre es auch sekundär)

    Kai

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