Montag, 25. Februar 2013

Itchy Poopzkid - Ports & Chords (Findaway Records)

Punkrock und Arbeitsethos gehen prima Hand in Hand - das beweisen Itchy Poopzkid im Grunde schon seit über einem Jahrzehnt. Da können sich noch so viele Leute immer wieder über den Bandnamen lustig machen oder fehlende Bereitschaft zum "Erwachsenwerden" diagnostizieren, die Band bringt trotzdem konstant im Zweijahresrhytmus neue Platten heraus, geht recht unbeeindruckt ihren Weg, lässt aber trotzdem immer wieder neue Einflüsse und Weiterentwicklungen zu, ohne den grundsätzlichen Bandsound aus den Augen zu verlieren.

"Ports & Chords" startet jedenfalls richtig stark: Das eröffnende "We Say So" ist eine energetische Hymne, die direkt ins Ohr geht. "The Pirate Song" - bei dem Guido von den Donots mitmischt - macht seinem Namen alle Ehren und lädt zum Schunkeln auf der Galeere. Und das schöne "Tonight" mag etwas glatt geraten sein, wartet dafür mit sehr stimmigen melancholischen Zwischentönen auf.

Erst danach wird es beliebiger: Das rockige "The Future", das balladeske "I Believe", das poppige "Dying For A Six-String" oder die Fussball-Hymne "There I Wanna Be": Alles ja irgendwie nicht schlecht, aber eben auch irgendwie typische Radio-Musik - nett, aber nichts, wovon man seinen Freunden erzählt.

Dann doch lieber wieder Hits wie "Get Up Get Down" mit bestem Blink182-Flair, das folkige "Things I Would Love To Have Said" oder das krachige, leicht schräge Indiestück "She Said" mit Charlotte von The Subways.

"Ports & Chords" strotzt nur so vor Ideen und Sounds, schwankt dabei aber immer wieder zwischen wirklich toll und solider Durchschnitt. Vielleicht wäre man mit 10 statt 14 Songs besser gefahren - anstelle eines durchgängig überzeugenden Albums ist die Scheibe somit am Ende eben "nur" eine sehr solide Angelegenheit geworden.

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