Dienstag, 26. Juni 2012

Make Do And Mend - Everything You Ever Loved (Rise Records)


Nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums "End Measured Mile" haben Make Do And Mend einiges an Aufmerksamkeit bekommen. Kein Wunder also, dass die Erwartungen an den Nachfolger hoch sind. Make Do And Mend können sie größtenteils erfüllen. Auch wenn "Everything You Ever Loved" etwas ruhiger ausfällt.



Mit "End Measured Mile" hat sich die Band aus Boston 2010 viele Freunde gemacht. Nach dem Wechsel zu Rise Records ist jetzt der Nachfolger "Everything You Ever Loved" verfügbar - und überrascht erst einmal. "Blur" ist nämlich ein richtig ruhiger Anfang und so anders als "Unknowingly Strong" noch den Vorgänger eingeläutet hat. Überhaupt, Make Do And Mend scheinen einen Gang zurück geschaltet zu haben.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn die neue Platte nicht sofort zündet. Auch der zweite Song "Disassemble" erinnert eher an die "Part And Parcel"-EP, als an die druckvollen Punk/Post-Hardcore-Songs, die man noch von der letzten Tour im Ohr hat.

Doch beim zweiten Durchgang zeigt sich: So groß sind die Unterschiede gar nicht. Make Do And Mend haben einen Schritt gemacht, doch er ist nicht riesig. Wie immer wird es Fans geben, denen die neue Platte nicht gefällt, aber Make Do And Mend sollten gleichzeitig ohne Schwierigkeiten neue gewinnen können. Ja, "Everything You Ever Loved" ist tatsächlich etwas ruhiger. Doch Songs wie die melodische Hymne "Stay In The Sun" gehen direkt ins Ohr. "Count" zeigt mit wechselnder Intensität die aggressive Seite der Band. "Drown In It" ist eine ruhige Nummer, die von Streichern unterstützt wird. "Desert Lily" ist eine Ballade zum Weinen.

Mit anderen Worten: Auch diese Platte enthält genügend Songs, um sich auf der nächsten Show in den Armen zu liegen. Die Band hat sich musikalisch weiterentwickelt, Sänger James Carroll zeigt abermals, wie gut er tatsächlich singen kann. Wenn er in seinen persönlichen Texten sein Herz ausschüttet tut das ein Übriges: "If this is all a dream then I beg you to let me sleep, because I’ve found something worth all I've given up."

"Everything You Ever Loved" fühlt sich komplett an und hat viele große Momente, auch wenn es vielleicht länger braucht um zu zünden.

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